Eine häufige Frage von Verbrauchern; Dürfen Inkassounternehmen einen Eintrag bei der Schufa bewirken?
Petra F. (Name geändert) bekommt erst einmal einen gehörigen Schrecken, als sie die morgendliche Post aufmacht. Ein Brief von einem Inkassounternehmen – eine Zahlungserinnerung. Es geht um eine Rechnung von einem Versandhändler, die schon ein paar Wochen alt ist. Hat sie die Rechnung wirklich nicht bezahlt? Es war in der letzten Zeit so viel los, und ob sie dann noch an die Versandhandelsrechnung gedacht hat – sie ist sich nicht mehr sicher.
Und jetzt das! Zur ursprünglichen Rechnung kommen weitere Kosten hinzu. Ärgerlich. Aber damit nicht genug: Das Inkassounternehmen droht sogar damit, die Schufa zu informieren, falls Sie nicht zahlen sollte.
Nach dem ersten Schock kommt der Ärger. Dürfen Inkassounternehmen überhaupt mit einem Schufa – Eintrag drohen? Und unter welchen Voraussetzungen ist es den Firmen erlaubt, Schuldnerdaten an Auskunfteien einzumelden?
Der Sachverhalt
Petra F. hatte in der Tat vergessen Ihre Rechnung zu bezahlen. Sie hatte die Ware Mitte Februar bekommen, die Rechnung lag gleich mit im Paket. Nach Ablauf der Zahlungsfrist folgte Anfang März eine Mahnung durch den Versandhändler. An die kann sich Petra F. sogar wieder erinnern, nachdem sie das Schreiben des Inkassounternehmens gelesen hat. Es war eines der Dinge, die sie unbedingt sofort erledigen wollte – aber dann kamen andere Sachen dazwischen und die Mahnung blieb unerledigt auf ihrem Schreibtisch liegen.
Drei Wochen später meldet sich nun das Inkassounternehmen und macht darauf aufmerksam, dass wenn Petra F. auch jetzt noch nicht zahlt, eine Meldung an eine Auskunftei erfolgen kann. Das Inkassounternehmen darf eine solche “Einmeldung“ vornehmen. Geregelt ist dies im Bundesdatenschutzgesetz (BDSG), genauer §28a.
Demnach muss eine Forderung vor der Datenübermittlung trotz Fälligkeit unbezahlt sein. Die Datenübermittlung muss zudem zur Wahrung berechtigter Interessen des Inkassounternehmens oder eines Dritten erforderlich sein.
Hinzu kommen muss, dass
Eine Einmeldung ist auch dann möglich, wenn das der Forderung zugrunde liegende Vertragsverhältnis aufgrund von Zahlungsrückständen fristlos gekündigt werden könnte und der Gläubiger den säumigen Schuldner über die bevorstehende Übermittlung unterrichtet hat. Dies betrifft primär Dauerschuldverhältnisse wie Miete oder Leasing.
In unserem Fall rief Petra F. das Inkassounternehmen an und ließ sich die Sachlage noch einmal erläutern. Darauf hin bezahlte sie die Fällige Forderung. Für das Inkassounternehmen und den Gläubiger war die Sache damit erledigt – eine Meldung an die Schufa erfolgte nicht.
Veröffentlicht vom Bundesverband Deutscher Inkasso-Unternehmen e.V. Berlin, Die Inkassowirtschaft Ausgabe 2 April 2012
Am Mittwoch, den 23.02.2012 wird der Inhaber des Inkassounternehmens “Agens WFI Inkasso” aus Offenbach am Main im Ostpol in Offenbach, Hermann-Steinhäuser-Str. 43-47, beim monatlichen come together einen Vortrag mit anschließender Diskussionsrunde führen. Thema des come together wird die Frage sein: Auftragsannahme, Auftragsdurchführung, Rechnung, Mahnung, was dann? Es gibt zahlreiche Hürden die beachtet werden müssen um hier rechtssicher und effektiv an das Geld für die erbrachte Leistung zu gelangen. Auch wird in kurzen Anrissen darüber aufgeklärt wer denn der Vertragspartner ist, welche Rechtsform steht hier als Auftraggeber gegenüber. Zum Schluss werden die Vor- und Nachteile bezüglichdes eigenes Mahnwesen, Anwaltsleistungen und die Leistungen eines Inkassounternehmens gegenübergestellt. Der Vortrag beginnt um 12:00 Uhr und endet gegen 14:00 Uhr. Anschließend gibt es die Möglichkeit bei einem kleinen Imbiss Fragen zu stellen um in Zukunft rechtssicher Aufträge durchzuführen, Leistungen, auch in einem eventuellen gerichtlichen Verfahren, vollumfänglich durchzusetzen.
Seit dem das Prüfsiegel für faires Inkasso auf dem Markt ist haben sich schon zahlreiche Inkassounternehmen und Inkassomandantare darum bemüht die Zertifizierung zu erlangen. Viele Unternehmen sind noch in der Prüfungsphase, müssen sich gedulden. Der Grund hierfür ist klar und deutlich. Nur fair arbeitende Anbieter von Rechtsdienstleistungen können nach umfangreicher Prüfung das begehrte Siegel erhalten. Das Zertifikat ist zeitlich sowie vom Umfang der eventuell auftretenden Beschwerden begrenzt. Die stringente Prüfung und Zulassung ermittelt hier zunächst ob Negativauskünfte bezüglich Gebühren der Art und Weise der Vorgehensweise, der Servicequalität und Transparenz mit den Schuldnern vorliegen. Wird zu überhöhten Gebühren zum Nachteil des Schuldners abgerechnet, sind die Gebühren erklärbar sowie im Rahmen der Schadensminimierungspflicht. Gibt es so genannte Loader-Gebühren d. h. werden hier ohne Einverständnis des Schuldners erweiterte Gebühren berechnet oder ist die Zugrundelegung der Gebühren nachvollziehbar und fair. Auch wird überprüft ob die vom Gläubiger in Auftrag gegebenen Mandate auf Rechtmäßigkeit überprüft werden also keine Abofallen, Gewinnspiele im Internet, dubiose Rechtsgeschäfte über Anmeldeportale und dergleichen beigetrieben werden. Inkasso ist eben mehr als nur das Versenden von Mahnbriefen, es ist die Lösung für gestörte Zahlungen. Dieses muss täglich mit jedem Schuldner neu erarbeitet werden als verlässlicher Partner der Wirtschaft sowie deren Kunden denn faires Inkasso bedeutet Lösungswege zu erarbeiten, dem Schuldner aus der Situation heraus zu helfen dem Auftraggeber die gestörte Zahlung zuzuführen. Ein faires Inkassounternehmen wird nicht mit Drohungen weiterkommen sondern vielmehr mit dem Erarbeiten von Lösungen. Hand in Hand als Mittler zwischen Gläubiger und Schuldner. (mehr …)
Der Inkassobranche weht derzeit aufgrund von einigen wenigen registrierten Inkassofirmen aber auch und vor allem durch nicht registrierte dubiose Schwindler und Gauner (die keine Zulassung als Inkassounternehmen haben) ein rauer Wind entgegen. Vermeintliche Schuldner werden mit nicht vorhandenen Forderungen bzw. überhöhten und nicht nachvollziehbaren Gebühren überzogen. Dieser unseriösen und unfairen Handlung muss stringent entgegengewirkt werden. Da die Politik durch die Änderung bzw. Abschaffung des Rechtsberatungsgesetzes, das neue Rechtsdienstleistungsgesetz einige der damals wichtigen Sanktionsmöglichkeiten nicht mit übernommen hat ist gesetzlich ein Entzug der Erlaubnis (wenn überhaupt vorhanden) sehr schwierig, nahezu unmöglich. Und genau hier muss angesetzt werden. Die Mehrheit der Inkassounternehmer arbeit gesetzestreu und seriös, ist ein wichtiges Instrument der außergerichtlichen Beitreibung für die deutsche Wirtschaft, den Unternehmern und Dienstleister sowie der öffentlichen Hand, ein verlässlicher Partner. Werden durch die Inkassobranche derzeit weit mehr als 20 Milliarden Euro an Forderungen von der Branche bearbeitet so erkennt jeder die Wichtigkeit jedes einzelnen Inkassounternehmens. (mehr …)
Forderungsbeitreibung durch Inkassounternehmer erfährt eine neue Renaissance. Inzwischen anerkannt, fair und seriös.
Die Auftragslage der deutschen Wirtschaft ist gut bis sehr gut. Wachstum steht auf den Fahnen vieler, in Deutschland tätigen Unternehmen, dem Handwerk, dem Groß- und Einzelhandel, den Dienstleistern sowie allen freien Berufen. Auch die Inkassobranche profitiert von den steigenden Umsatzzahlen. Wurde vor 20 Jahren das Beitreiben von Forderungen mehr kaufmännisch ohne weitere Qualifikation von einzelnen kleinen Inkassounternehmern sowie Unternehmerinnen betrieben so hat sich das Bild gewaltig verändert. Inkassounternehmen bieten heute mehr als nur die Beitreibung von notleidenden Forderungen. Wie das Inkassounternehmen Agens WFI Inkasso mit Sitz in Offenbach am Main, eines der bundesweit führenden Inkassounternehmen im Bereich Forderungsbeitreibung, Wirtschaftsauskünfte, Credit-Management sowie Überwachung von bereits titulierten Forderungen mitteilt ist das Forderungsmanagement komplexer und stringenter geworden. War früher der Schuldner nicht so mobil so ist heute die Adressermittlung ein weiter tragender Posten. Auch die Zahl der benötigten Wirtschaftsauskünfte nimmt ständig zu. Ob Vermieter, Handwerker oder Onlinehändler, alle wollen die getätigten Vertragsabschlüsse sichern, wissen mit wem sie (mehr …)